OpenHAid – Das freie Hörgerät

Was ist OpenHAid?

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Der Name steht für »Open Hearing Aid« und ist momentan nur eine Bezeichnung für die Idee zur Schaffung einer offenen Plattform für Hörgeräte. Es geht um die kollaborative, nicht kommerziell getriebene Entwicklung von Hörgeräten und Software zum Wohle hörbehinderter Menschen.
Jeder, der sich mit Hörgeräten und deren Systemen beschäftigt, ist eingeladen, an diesem Projekt teilzunehmen. Ingenieure, Akustiker, Hersteller, Programmierer, Institutionen, Sponsoren und natürlich auch Hörgeräteträger.

Wazu OpenHAid?

Viele Geräte auf dem Markt sind ein Kompromiss für die Träger. Die Anpassungsprogramme der Hersteller sind proprietär und oft lassen sich individuelle Einstellungswünsche nicht vornehmen. Die Anpassung kann in der Regel nur vom Akustiker vorgenommen werden, und der Träger hat diesbezüglich keine Freiheiten.
Die Akustiker wiederum müssen sich mit etlichen Anpassungsprogrammen und Oberflächen auskennen, was die Übersichtlichkeit verschlechtert.
Auch die Geräte könnten in vielen Punkten innovativer sein. Die Marketingstrategien der Hersteller stellen das Hörgerät als Lifestyleprodukt dar, doch es ist und bleibt ein Hörgerät, welches in erster Linie praktisch und komfortabel sein sollte.

Aus der Gemeinschaft vieler hörbehinderten Menschen sollen neue Geräte und Ideen für besseres Hören entstehen. Dabei geht es auch um Kostenreduzierung. Innovationen lassen sich günstiger entwickeln und Ausgaben für das Marketing einsparen.

Projektziele

  • Entwicklung einer offenen, nicht herstellergebundenen Plattform
  • Gestaltung eines modularen, digitalen Hörsystems
  • Programmierung einer Open Source Anpassungssoftware, die auch eine Endkundenoberfläche zur Verfügung stellt
  • Schaffung einer günstigen (schnurlosen) Schnittstelle zur Programmierung der Hörgeräte
  • Aufbau eines Netzwerkes von Akustikern, die sich an diesem Projekt mit Serviceleistungen beteiligen möchten (Otoplastiken anfertigen, Einstellungsoptimierung, Beratung, … )

12 Gedanken zu „OpenHAid – Das freie Hörgerät

  1. Hallo liebe Leser,
    Ich selbst bin ein ausgebildeter Hörgeräteakustiker oder Hörakustiker, habe also eine drei jährige Ausbildung genossen. In dieser Ausbildung wird nicht nur wie einige denken mögen der Azubi darauf getrimmt möglichst hochpreisige Geräte zu verkaufen, sondern in der Ausbildung werden Kern Themen, wie psychoakustische Wahrnehmung und hörentwöhnung behandelt und wie man mit und gegen diese Symptome eines hörgeschädigten arbeitet.
    Was ich aus meiner Sicht sagen kann ist dies, dass einige Hersteller allein schon dem akustiker eher „persönliche“ Ansicht mangelhafte Oberflächen zur Programmierung der Geräte zur Verfügung stellen und es somit sehr schwer ist überhaupt die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Auserdem ist der gesetzliche kassenärztlichen ebenfalls zu niedrige berechnet, hierfür setzt sich jedoch jedes Jahr die Biha(Bundesinnung der Hörgeräteakustiker) immer sehr wehement ein, aber alt bekanntes leiden die Kassen wollen natürlich nie oder nur ungern mehr zahlen, des weiteren wird die technische Beurteilung, was laut Krankenkassen Bestimmung ausreichende Technik für den Kunden/Patienten ist von fachfremden „Spezialisten“ beurteilt, so stellt sich für mich wirklich die Frage ob 4 Kanäle in einem Frequenzbereich von 125hz bis 8khz wirklich ausreichende Einstellmöglichkeiten bieten, um das Hörgerät auf einen Hörverlust einzustellen der allein bei der Messung schon mindestens bei 15 Frequenzen in diesem Bereich bestimmt wird wirklich genug ist. Wie man merkt sind oftmals nicht nur die Träger verärgert sondern auch die akustiker, welche sich für ihre Kunden einsetzen auch, leider gibt es in unsere Branche viel schwarze schaffe welcher nur das schnelle Geld riechen und darauf aus sind möglichst teure Geräte zu verkaufen, bei denen der Kunde oftmals nicht alle Features nutzt.
    Die Idee einer quellen offenen Plattform wäre Traumhaft, jedeoch sehe ich das Problem das ein Träger einfach oftmals nicht über die Schwierigkeit einer Hörgeäte Versorgung richtig aufgeklärt wurde, so ist festzustellen, das man sich sehr schnell an Eine schlecht eingestellte Stereoanlage daheim gewöhnt und gar nicht merkt was alles defekt ist, der Hörverlust welcher sich in der wahrnehmung manifestiert hat ist ja auch oftmals schleichend entstanden und man hat ihn erst dann bemerkt, als man bei einer Untersuchung war oder darauf hingewiesenen wurde.
    Als frage ich mich ob der Kunde/Patient wirklich etwas mit den Begriffen Frequenz Kompression, MPU Begrenzung, Schalldruckeingangspegel und Schalldruckausgangspegel etwas anfangen kann, aber die Hersteller haben bereits auf den Wunsch reagiert, dass der Kunde unterwegs die Hörgeräte selbst nachstellen kann, so werden klangwagen, zur groben Einstellung von Hochton und mittelton Bereichen zur Verfügung gestellt auch frequenzbandregler oder sogar die Option mit einer Handy App auf die Richtmikrofon zu zugreifen und sie situations bedingt einzustellen, des weiteren wird auch mittlerweile von einer renommierten deutschen Technik Schmiede ein Model Angebote, bei dem via Echtzeit seinem akustiker schreiben kann und dieser auch minimale Änderungen über die Ferne durchführen könnte, hierfür wird jedoch ein Smartphone benötigt und eine bestimmte applikation.
    Wie man merkt reagiert die Industrie auch auf den Wunsch des Kunden immer unabhängiger vom akustiker zu sein, doch ist die Thematik einen Hörverlust selbst zu behandeln gewagt deswegen gibt es ja auch den akustiker der durch Schulungen Weiterbildungen und neuen Erkenntnissen zum Thema Akustik Wahrnehmung usw. Sein Wissen immer weiter ausbaut und für jede. Hörgeräte Träger immer ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner sein sollte.
    Ich entschuldige mich für grobe Rechtschreibfehler Grammatikfehler Satz Verunstaltungen und etweigies abschweifen an manchen Punkten, doch viele Vorwürfe die ich mir als akustiker über meinen Berufsstand schon anhören durfte taten mir in meinem herzen weh da ich einer der wenigen bin, welcher sich für seine Kunden viele zeit nimmt und immer versucht auf ein optimales Ergebnis selbst wenn es mehrer Monate dauert hinzuarbeiten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ein berufener akustiker

  2. Hallo, ich bin pensionierter Musiker, kenn mich mit Akustik ganz gut aus und würde ein frei programierbares Hörgerät sofort kaufen. Gibt es mittlerweile die Möglichkeit?

    1. Guten Tag Herr Prof. Busch,

      ein frei programmierbares Hörgerät wird es so schnell in Deutschland nicht geben. Es gibt erste Produkte wie z. B. das Soundhawk (siehe auch http://www.zeit.de/digital/mobil/2014-07/soundhawk-smart-listening-system-hoeren-in-lauter-umgebung) welches gewisse Einflussnahme ermöglicht, aber nicht mit den Möglichkeiten eines Hörgerätes vergleichbar ist.

      Mit etwas Mühe können Sie aber im Grunde jedes Hörgerät selbst anpassen, wie hier auf der Seite zu lesen ist. Vielleicht ist auch der 2. Kontakt auf der Seite http://hoergeraete-hacks.s-p-s.de/allgemein/hilfsbereite-akustiker-gesucht/ für Sie interessant.

      Ein schönes Wochenende wünscht
      Philip Simon

  3. Hallo an alle,
    ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit der Firma Kind gemacht. Also Vorsicht. Ich hatte sehr teure Geräte ausprobiert (Kind in Hamburg – Hoheluft) und von Anfang an war alles problematisch. Als es um die Frage der Anpassungsversicherung ging, erklärte mir der Mitarbeiter nicht, dass es sich bei der Versicherung auch um eine Verlustversicherung handelt. (nicht nur Beschädigung.) Wir sind zusammen übereingekommen, dass ich eigentlich für die kurze Zeit, ie die Anpassung noch dauern sollte, keine Versicherung abschließen müsse. Wobei mir die 20 Euro wirklich egal gewesen wären. Es kam dann, wie es kommen musste: Ich verlor ein Gerät. Ich musste 1600 Euro zahlen. Weder die Krankenkasse beteiligte sich an den Verlustkosten („Der Verlustantrag müsse von Kind kommen“ – aber die stellten keinen, noch sprang irgendeine Versicherung richtig ein. Nur die Reisekostenversicherung erstattete 300 Euro.
    Zusätzlich hat bei Kind der schlechte Service genervt. Mir wurden keine Alternativen zum getesteten Modell gezeigt, Erst als meine HNO-Ärztin anrief und Kind auf die Füße trat, wurden mir auch einmal günstigere Geräte gezeigt.

    Auch der technische Service war nicht gut. Wie ich heute weiß, waren die Drähte vor dem Ohr viel zu lang, was wohl auch letztlich zum Verlust eines Gerätes geführt hat.

    Ich habe die die 1600,- schweren Herzens bezahlt, gab das verbleibende Gerät zurück und bin zu Geers gegangen. Hier erlebte ich genau das Gegenteil: Zum einen gab es ein Angebot, das zweite Gerät nicht bezahlen zu müssen. Der Service war hervorragend und die Beigaben machten die Geschichte noch mal günstiger: Batterien für ein Jahr, Reinigungsgerät, Versicherung.
    Auch der Service war hervorragend. Der Akustiker war wirklich flexibel.

    Falls jemand noch Genaueres erfahren möchte, gebe ich gern Auskunft.

    Inga

  4. Hallo, ich habe bei Alibaba Hörgeräte gesehen die da nur einen Bruchteil von dem kosten was sie hier verlangen. Auch Markengeräte sind dabei allerdings kann man sie da nicht testen, sie kommen aus China . Es soll aber auch sogenannte „freie Akustiker geben. Kennt ihr solche ?

    1. Bei Alibaba werden in der Regel nur größere Stückzahlen an Wiederverkäufer verschickt. Bei der Einfuhr könnte es Schwierigkeiten mit dem Zoll geben und wenn das Ding kaputt geht, wird es mit dem Garantieanspruch auch schwierig. Inzwischen sind die Zuzahlungen der Krankenkassen für Hörgeräte so hoch, dass man sehr gute Geräte auch ohne eigene Zuzahlung erhält.

  5. Habe Probleme mit der Hörgeräteanpassung, da ich die meisten Einstellungen im Mittelhochtonbereich durch de HG-Akustiker viel zu überzogen empfinde.
    Zulezt bin ich aus dem Laden gegangen nach ca. 200m glaubte ich einen starken Bach rauschen zu hören, dabei war es beim näherkommen nur ein Dieselauto.
    Zwischenzeitlich bin ich auch auf den Gedanken gekommen im Internet nach einer freien Einstellsoftware und E>instellgerät für Hörgeräte zu suchen um mir die lästigen Gänge zum Hörgeräteakustiker zu sparen.

    1. Der Spruch mit dem stark rauschenden Bach war super, ich habe mich kaum halten können vor lachen. Aber mir ging es so ähnlich als ich vor kurzem zum ersten Mal Hörgeräte getestet habe. Bei der Toilettenspülung dachte ich da rauschen die Niagarafälle runter. Der Hörgeräteakustiker meinte , die Ohren müssen sich langsam dran gewöhnen und die Hörgeräte stufenweise angepasst werden. Na ja ich hoffe, dass ich zum Schluss die Sprache vernünftig hören kann und nicht die unangenehmen Nebengeräusche. Aber die Idee mit der freien Einstellsoftware finde ich auch gut. Es gibt mittlerweile günstige Hörgeräte von einer Firma in Rheine mit der Bezeichnung „imio“ (ca. 400€) und 4 Programmen. Der Nachteil ist halt, zum Weiterschalten der Programme muss man kurz mit der Hand auf die Wange klatschen-lach-. Stell mir das grad so im Bus vor, die Leute denken dann, der Typ ist nicht ganz dicht.

  6. Ich bekomme garde zum 1. mal HG angepasst und sympatisiere mit dem OpenSource-Gedanken und mit der Sebsteinstellung. Ich möchte das Heft der Handelns nicht aus der Hand geben und nicht zu viel zahlen! Ich habe geteset: Phonak Audéo Q30 ist teuer, Starkey pro3, Widex menu. Gibs schon ein OpenSource-Gerät. Was kann ich tun?

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