Intelligente Kopfhörer

Lärm in der Stadt, Kindergeschrei, laute Maschinen — in vielen Situationen wünscht man sich, einfach mal abschalten zu können. Oder wie wäre es, Musik in ihrer vollen Bandbreite hören zu können, optimal auf das Ohr abgestimmt? Wäre es nicht schön, fast unsichtbare Kopfhörer zu tragen? Kein Headset mehr anstecken und trotzdem einfach erreichbar sein? Eine neue Ära des Hörens bricht an:

iHAid — Die intelligenten Kopfhörer

iHAid passt sich optimal an Ihr Gehör an. Fast unsichtbar, schnurlos und doch so leistungsstark! Via Smartphone App können Sie in einer Hörsituationen direkt Einfluss auf Ihre akustische Wahrnehmung nehmen. Regeln Sie Störgeräusche wie Lärm, Geschrei oder Hintergrundgeräusche einfach herunter, blenden Sie Hintergrundmusik ein ohne sich von der Außenwelt abzukapseln, führen Sie entspannt Gespräche in lauter Umgebung und erhöhen Sie Ihre Sicherheit am Arbeitsplatz.

Jeder Mensch hört anders. iHAid kennt Ihre Hörkurve und gibt passt den Klank optimal an. Dank intelligenter Algorithmen zur Störgeräuschunterdrückung und Spracherkennung hören Sie mehr, als jedes natürliche Ohr, ganz gezielt.

Erweitern Sie Ihre akustische Wahrnehmung

Die schnurlosen Kopfhörer trägt man wie eine Brille. Das individuelle Ohrstück ist auf Ihren Gehörgang abgestimmt und Sie werden es beim Tragen nicht spüren. Was Sie aber erleben, ist eine völlig neue akustische Welt, die Sie selbst bestimmen. Anhand von 5 Alltagssituationen wird die Funktionsweise deutlicher:

  1. Am Arbeitsplatz
    Die Arbeit an lauten Maschinen erfordert einen Gehörschutz, z. B. in Form von Ohrstöpseln. Nachteil: Sie hören kaum noch etwas, z. B. wenn jemand Sie um Hilfe ruft. Mit dem iHAid bestimmen Sie, was durch Ihre Ohren kommt. Es reduziert die gewünschten Störgeräusche, lässt aber andere Töne und Sprache hindurch.
    Das Stimmengewirr im Großraumbüro kann schnell überfordern. Auch dieses lässt sich einfach herunterregeln. iHAid dient zugleich als schnurloses Headset, welches die Störgeräusche auch für den Gesprächspartner ausblendet.
  2. In der Stadt
    Straßenlärm verursacht Stress. Statt lauter Autos und Stimmenwirrwarr hören Sie mit dem iHAid Ihre Lieblingsmusik, aber ohne den Verkehr zu gefährden. Die Geräuschkulisse bleibt  dezent im Hintergrund und Sie sind normal ansprechbar. Apropros ansprechbar: Wenn Sie angerufen werden wird die  Musik stumm geschaltet und Sie telefonieren, ohne einen Hörer in die Hand zu nehmen.
    Unterwegs auf dem Fahrrad navigiert Sie Ihr Smartphone durch die Stadt und gibt Richtungshinweise direkt über das iHAid in Ihr Ohr.
  3. Im Restaurant
    Diesmal möchten Sie sich mit Ihrem Gegenüber unterhalten, aber das laute Stimmenwirrwarr macht es schwer, den Anderen zu verstehen. Dank Richtmikrophon und intelligenter Spracherkennung verstehen Sie Ihr Gegenüber optimal.
  4. Zu Hause
    Babygeschrei kann so manche Eltern an den Rand der Verzweiflung bringen. Dank iHAid regeln Sie gezielt des Geschrei auf ein erträgliches Niveau herunter. Die Dunstabzugshaube in der Küche muss auch nicht mehr Nerven. IHAid ermöglicht eine intelligente Störgeräuschunterdrückung. Auf Ihrem Smartphone sehen Sie Live das aktuelle Eingangs-Frequenzspektrum und können geziehlt Frequenzen „ausblenden“.
  5. Sport
    Hörgeräte sind die ältesten Wearable-Devices. Kein anderes elektronisches Gerät kann so unkompliziert, unauffällig  und nah am Körper getragen werden wie Hörgeräte. iHAid bietet eine Art elektronische Körper-Außenwelt Schnittstelle. Dank der langen Erfahrungen im Hörgerätebereich sind die Geräte praktisch nicht spürbar, bieten auch bei sportlichen Aktivitäten sicheren Halt und sind seit einiger Zeit sogar wasserfest. So können viele Informationen beim Sport direkt übermittelt werden. So lassen sich Körperdaten wie Puls oder Rundenzeiten einfach direkt akustisch mitteilen.

Wann kommt iHAid?

Leider muss ich den Leser an dieser Stelle enttäuschen, die intelligenten Köpfhörer gibt es „noch nicht“ zu kaufen. Nicht, weil es technisch nicht möglich ist, sondern weil die Industrie keinen Bedarf sieht. Möglich wäre es mit aktuellen Hörgeräten.
Dieser Bericht ist ein Ausblick in die Zukunft und soll zeigen, was heute schon möglich wäre, wenn sich die Industrie durch Kreativität und nicht durch Klammern an Althergebrachtem auszeichnen würde.

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8 Gedanken zu „Intelligente Kopfhörer

  1. Ich hoffe nur auf einem Ohr undhabe deshalb auch nur ein Ohrhoerer. Im Allgemeinen geht es so, aber bei Unterhaltungimgrösserem Kreis ist Schluss. Kein Verstehen nur Laerm. Gleiches kann ich vonKonzertbesuchen beri hten. Was gibtdafür Möglichkeiten?
    Separates Mikrofon am Hals oder aufdem Tisch oder…….?.?.
    U.A,w.gebeten Gruesse

    1. Guten Tag Herr Schäfer,

      eine einseitige Hörgeräteversorgung ist grundsätzlich schwierig. Das Mikrofon ist dabei nicht das Problem. Wenn Sie noch mit einem Ohr gut hören, kann es in Störgeräuschsituationen möglicherweise besser sein, das Hörgerät herauszunehmen. Ansonsten probieren Sie sich mal ein aktuelles Hörgerät aus und lassen sich speziell ein Hörprogramm für Störgeräuschsituationen einrichten.

      1. Hallo Herr Simon, danke für die Nachricht. Meine Hörfähigkeit auf dem einen Ohr ist nur 65%. Das Hörgerät nutze ich ständig. Ich höre seit 80 Jahren ___nur auf dem li. Ohr. Das Ohrgerät hat ja eine Störgeräuschunterdrückung , aber mein Problem liegt darin, daß ich in Gesprächsrunden nicht nur nicht das Sprechen des Redners mitbekomme, sondern den gesamten Geräuschpegel umzu. Verstehen des Einzelnen gleich „0“. Ähnlich sieht es bei einem Konzert aus. Um die Gesamtnebengeräusche zu verhindern muß ich in der 1. Reihe sitzen. Sonst geht auch nichts trotz versch. Arten der Geräuschunterdrückungsmöglichkeiten, die ich am Gerät einstellen kann.
        Am liebsten würde ich mal ein spitzeinegestelltes Richtmikrofon aus dem Bereich Film benutzen wollen, daß dann z.B. über Bluetooth mit dem Ohrgerät verbunden ist. Das Mikrofon könnte in Richtung gewünschter Tonquelle gerichtet werden. Z.Zt. sind Veranstaltungen musikalischer Art o. Diskussionsrunden für mich nicht möglich. Es soll auch Brillen geben, die Geräusche überwiegend nur von aufnehmen . Wer solche Geräte im Angebot hat ist mir noch nicht bekannt.
        Grüße

      2. Guten Tag Herr Schaefer,

        moderne Hörgeräte haben zwei Mikrofone und Funktionen, die einem Richtmikrofon entsprechen. Mit entsprechend eingestellten Programmen fokussiert sich das Mikrofon in Blickrichtung und blendet mehr oder weniger effektiv Störgeräusche aus. Die Qualität dieser Programme ist sehr unterschiedlich und Sie sollten verschiedene Hörgeräte und Einstellungen testen. Hier ein paar Funktionen, die aktuelle Geräte so bieten: http://www.phonak.com/de/b2c/de/products/hearing_instruments/features.html

        Alternativ gibt es auch solche externe Lösungen: http://www.phonak.com/de/b2c/de/products/wireless-accessories/products/roger-pen/hearing-aid-accessory.html

        Ein guter Akustiker lässt Sie verschiedene Geräte und Einstellungen testen. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis Sie sich an die neue „Wahrnehmung“ gewöhnt haben.

        Viel Erfolg wünscht
        Philip

    1. Hallo,
      bei meiner hochgradigen (betont Hochton-) Schwerhörigkeit habe ich das Lynx-GNR-Resound-System ausprobiert. Es war für meine Verhältnisse als „offenes“ System zu schwach und damit leider nicht nützlich. Ich trage mit Gewinn ein Widex-System und profitiere gewaltig.
      Es ärgert mich aber sehr, dass die Hörgeräteproduzenten jeder ihr eigenes Süppchen kochen im Hinblick auf die Übertragungstechniken. Mein Haustelefon: Bluetooth., meine Handy: Bluetooth, mein Smartphone: Bluetooth. Alles nutzlos, weil inkompatible Empfänger im Hörgerät.
      Das Tragische ist: Eigentlich kann ich mit Hörgerät und Smartphone telefonieren. Aber ich höre das „Klingeln“ nicht. Mir würde es völlig reichen, wenn ich eine kleine Systemkopplung bekäme, die das ermöglichte. Die megagrossen „Dongle“, die sich die Firmen sehr teuer bezahlen lassen, sind ein Affront. Auch technologisch Müll!
      Viele Grüsse MG

      1. Hallo Martin,

        momentan bietet nur GN Resound z. B. mit dem Linx eine vernünftige Schnittstelle zum Hörgerät. Ohne Zwischengerät lassen sich die Hörgeräte direkt via Bluetooth ansprechen. Mehr dazu auf dieser Seite: http://hoergeraete-hacks.s-p-s.de/allgemein/smarte-hoergeraete-mit-ios-steuern/
        Ich frage mich auch, was die Hersteller mit Ihren proprietären Schnittstellen bezwecken wollen. Sie glauben wahrscheinlich ernsthaft, dass ihnen das mehr Umsatz bringt und ignorieren die genervten Nutzer. Allerdings muss man zur Verteidigung sagen, dass Bluetooth selbst noch nicht so lange geeignet ist, da die alten Standards noch zuviel Strom verbraucht haben.

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